Sommercamp

Wenn man das Wort „Pfadfinder“ hört, denken viele an Lagerfeuer mit Musik, viel Zeit in der Natur und natürlich Zeltlager.

Auch wir als Ranger hatten dieses Jahr ein Zeltlager, das Sommercamp.

 

Stattgefunden hat es von 24. bis 29. Juni auf dem Zeltplatz Wirberg, es gab luxuriöser Weise feste Toiletten, laufend warmes Wasser in den Duschen und eine Küche. Und ich sage euch, diese Sachen kann man sehr vermissen, wenn man nicht darauf zugreifen kann!

Der vielversprechende Titel „Robin Hood – Arm und Reich“ hat schon so einige Neugier geweckt.

 

Auf dem Camp waren wir nicht alleine, wir waren drei Stämme mit insgesamt etwas über 100 Rangers. Wir als Stamm Mörfelden-Walldorf waren mit 12 Kindern und 5 Erwachsenen dabei. Wir hatten vier Teamplätze, zwei für die Kundschafter, einen für die Pfadfinder und einen, den wir nur für die Starterübernachtung gebraucht haben.

 

Doch genug davon, viel spannender ist ja, was wir erlebt haben.

Die Tage waren gut angefüllt, zuerst mit Aufbau, dann mit Workshops verschiedener Art, ein Geländespiel war auch dabei und natürlich mussten wir alles Aufgebaute irgendwann auch wieder abbauen.

Morgens und abends verbrachten wir immer eine gemeinsame Zeit als Camp, machten Musik, lauschten Andachten und durften uns ein extra für dieses Camp entworfene und einstudiertes Theaterstück ansehen. Jedes Mal, wenn ein Teil des Anspiels fertig war, fragten mich die Kinder, warum es denn so kurz gewesen sei und wann es wieder weitergehe.

 

Auch gemeinsame Teamzeiten gab es, in denen wir uns untereinander besser kennen lernen durften und über Gott unterhalten konnten.

 

Ein täglich neues Abenteuer war das Kochen über offenem Feuer. Wenige der Kinder hatten überhaupt Vorerfahrung mit dem Kochen und noch weniger mit Holz hacken und Feuer machen. Das Feuer rechtzeitig an und heiß zu bekommen, mehrere Töpfe gleichzeitig drüber zu hängen und eine Zwiebel zu schneiden ohne Rotz und Wasser zu heulen wurde immer wieder zur Herausforderung.

 

Große Aufregung gab es auch am ersten Tag, als einige Teams herausfanden, dass sie weniger und schlechteres Essen hatten als die Teams daneben. War das gemein, als die Nachbarn ein Snickers hatten und man selber nicht! Es stellte sich heraus, dass das Thema Arm und Reich sehr ernst genommen wurde und man ein Experiment mit dem Essen ausführte. Wie hat man sich als „Reicher“ gefühlt, wie als „Armer“? Hat man als „Reicher“ abgegeben, auch wenn man dafür selber verzichten musste?

Zum Glück dauerte das nur einen Tag, danach hat der Proviantwart sich unter Tränen erklärt und entschuldigt – es ist ihm alles andere als leicht gefallen, das Essen ungleich zu verteilen.

 

Am letzten gemeinsamen Abend gab es ein Ratslagerfeuer. Bei der Camprunde wurde ein großes Pagodenfeuer angezündet, was den ganzen Abend lang Wärme und Licht spendete. Diese besondere Atmosphäre wurde genutzt, um jeden zum Nachdenken zu bringen, ob und wenn ja was er/sie Gott ganz persönlich aus seinem Leben geben möchte.

 

Die Tage waren sonnig und heiß und wir sind froh, dass keiner einen Sonnenstich oder Hitzeschlag bekommen hat.

Die Kinder sind natürlich trotzdem munter herumgerannt, haben Stammübergreifend Fußball gespielt und viele der Mädels wollten die Pferde neben dem Zeltplatz besuchen.

Bei der Hitze ist man natürlich auch nicht um eine Wasserschlacht vorbei gekommen. Nur gut, dass die Klamotten schnell wieder trocken waren.

 

Es war eine wunderbare, leicht chaotische, erfüllte und sehr bereichernde Zeit und ich kann nur jedem empfehlen zu den Rangern zu gehen und das nächste Camp mit zu erleben.

Rotfüchse

Der Teamplatz der Kundschafterjungs.

Kleinadler

Der Teamplatz der Kundschaftermädchen.

Panther

Der Teamplatz der Pfadfinder.

Sommer, Sonne, Sonnenschein

Anfangs hat es noch geregnet, doch danach heiß und sonnig. Manche hatten sogar leichten Sonnenbrand.

Iiih, Fotos

Bloß nicht in die Kamera gucken.

Rotware

Die Jurte wurde zum Fußballstadion, als wir gemeinsam die Niederlage der deutschen Nationalmannschaft angesehen haben.

Hinweg

5km wandern, muss man als Pfadfinder schon hinbekommen. Vor allem, da das Großgepäck bereits vorgeschickt wurde.

Ausruhen

Kurz die Beine ausruhen und sich wieder sammeln.

Hinweg

Der Weg zum Campplatz war nicht immer eben. Wir mussten auch über einen Wassergraben springen. Zum Glück, war er nicht voll.

Zugfahrt

Da ein Zug ausgefallen ist, mussten wir improvisieren. Wegen der langen Wartezeit gab es sogar ein Eis zwischendurch.

Zugfahrt

Trotz chaotischer Zugfahrt haben wir es trotzdem ans Ziel geschafft.

© 2017 kreiert durch Rahel Böhmig, mit WIX.com